Alle Straßen werden Brüder

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Die Brüder Wex hatten 1866 zahlreiche Grundstücke östlich des Großneumarkts aufgekauft. Die Brüderstraße war auch die erste Sanierungsmaßnahme um die unhygienischen Bedingungen im Gängeviertel aufzuarbeiten. Viele Jahre später lebte hier Lena Brücker, die 1947 die „Currywurst“ erfunden hat.

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Fleetglitzern

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Fleetglitzern oder warum stinkt der Fleet? Im Gegensatz zu einem künstlich angelegten Kanal wurde der Wasserstand in den Fleeten Hamburgs anfangs nicht durch Schleusen geregelt, sondern schwankte mit der Tide, wodurch es zu Schlickablagerungen kam, mit deren Beseitigung der Berufsstand der Fleetenkieker beauftragt wurde. Ergo kann es bei Ebbe auch mal zu Ausdünstungen kommen.

Hamburgs Bronzezeit

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Grenzpfosten am Nobistor, Foto: Dirk Rexer

In Hamburg war nicht immer alles Bronze was glänzt. Vorallem wenn den stolzen Hanseaten das Wappen der bis 1938 unabhängigen Stadt Altona am Nobistor ins Auge fiel. Auf dem gerade restauratorisch aufgehübschten Grenzpfahl sind die Worte „Nobis bene, nemini male“ zu lesen, welche auf einen Trinkspruch zurückzuführen sind. „Uns wohl, niemand übel“ könnte auch mit dem dortigem Gasthaus „Das Neue Hamburger Wappen“ zusammenhängen.

Steinhummel

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In Stein gehauen ist der Hamburger Wassergträger Hans Hummel am Rademachergang. Mitte des 19. Jahrhunderts versorgte er Menschen mit frischem Wasser. Das war sehr wichtig, denn sauberes Trinkwasser war damals noch ein Fremdwort. Aber warum wurde Johann Wilhelm Bentz Humnel genannt?

Bentz, oft missmutig unterwegs, wurde vorallem von Kindern geneckt, indem sie ihn beim Spottnamen „Hummel, Hummel“ riefen, worauf er mit „Mors Mors“ antwortete In Kombination mit „Hans“ – der Kurzform seines Vornamens „Johann(es)“ – wurde er unter seinem Spitznamen Hans Hummel bekannt.